Majinahanashi-Ransomware: Angriffsweise, Risiken und Wiederherstellung

Seit Mitte 2026 verschlüsselt die Majinahanashi-Ransomware Dateien auf Windows-Systemen mittelständischer Unternehmen in der Schweiz, Italien, Deutschland und Bulgarien, hängt die Endung .majin an und entfernt zuvor Schattenkopien und Backups. Dieser Überblick zeigt, welche Forderungen die Angreifer in ihrer Erpressernachricht mit einer Frist von sieben Tagen verbinden und wie BeforeCrypt bei Eindämmung und Wiederherstellung unterstützt.

Jetzt Hilfe anfordern

Was ist Majinahanashi-Ransomware?

Die Gruppe hinter der Majinahanashi-Ransomware arbeitet mit doppelter Erpressung und nennt seit Mitte 2026 Opfer auf einer eigenen Tor-Leak-Seite. In Erhebungen von Ende August 2026 zählten Trackingdienste zwischen 14 und 19 genannte Opfer in rund einem Dutzend Ländern. Die Windows-Verschlüsselungskomponente sichert den AES-256-Schlüssel jeder Datei mit einem eingebetteten öffentlichen RSA-Schlüssel, löscht Schattenkopien und hinterlässt anschließend eine Lösegeldforderung. BeforeCrypt prüft bei jeder Ersteinschätzung, ob ein Entschlüsselungswerkzeug verfügbar ist – einschließlich frei verfügbarer Werkzeuge. Häufig führt der Weg zurück über Offline-Backups oder unveränderbare Sicherungen. BeforeCrypt unterstützt Sie dabei, den Angriff einzudämmen, den Umfang des Datenabflusses zu klären und die geeigneten Wiederherstellungsoptionen zu bewerten.

Info card image
Windows-Verschlüsselung in C/C++
Verschlüsselt jede Datei mit einem eigenen AES-256-Schlüssel, der mit einem eingebetteten öffentlichen RSA-Schlüssel gesichert wird.
Info card image
Löschung von Backups und Schattenkopien
Löscht vor der Verschlüsselung Schattenkopien und das USN-Journal und beendet Backup-Prozesse, um die Wiederherstellung zu blockieren.
Info card image
Leak-Seite und doppelte Erpressung
Die Angreifer entwenden vor der Verschlüsselung Daten und veröffentlichen Beispieldateien als Beleg auf einer eigenen Tor-Leak-Seite.
Info card image
Frist von sieben Tagen
In der README.txt setzen die Angreifer eine Frist von sieben Tagen und drohen damit, den vollständigen Datensatz nach Ablauf dieser Frist zu veröffentlichen.

Warum spezialisierte Unterstützung bei einem Ransomware-Angriff sinnvoll ist

Zu jeder Bewertung gehört die Prüfung, ob für die vorliegende Verschlüsselung ein geeignetes Entschlüsselungswerkzeug zur Verfügung steht; frei verfügbare Werkzeuge beziehen wir dabei ein. Die AES-256-Schlüssel je Datei sind mit einem im Programmcode hinterlegten öffentlichen RSA-Schlüssel gesichert. Ohne den privaten Schlüssel der Angreifer stützt sich die Wiederherstellung in der Regel auf Offline-Backups oder unveränderbare Sicherungen. Der Einsatz eines ungeprüften Werkzeugs auf Produktivdaten kann die Wiederherstellung erschweren. Deshalb testen wir Entschlüsselungswerkzeuge zunächst anhand von Kopien der betroffenen Dateien und bewerten, welche Entschlüsselungs- und Wiederherstellungsoptionen für Ihre Umgebung geeignet sind.

Die Angreifer entwenden Dateien, bevor sie diese verschlüsseln. In Einträgen auf der Leak-Seite tauchten unter anderem Kundendaten, medizinische Bildarchive sowie Sicherungen aus ERP- und CRM-Systemen auf. Auch bei intakten Backups bleibt der Diebstahl vertraulicher Daten ein eigenständiges Risiko. Welche Meldepflichten gelten, hängt von Ihrer Branche und Ihrem Standort ab. Im Abschnitt „Häufige Fragen“ finden Sie die Fristen, die im Einzelfall zu beachten sind.

BeforeCrypt übernimmt die vollständige Vorfallsbearbeitung, wenn im Unternehmen keine eigenen Kapazitäten verfügbar sind: forensische Ersteinschätzung, Eindämmung, Bereinigung und Wiederherstellung. Ebenso arbeiten wir an der Seite eines vorhandenen IT-Teams. Wir ermitteln, welche Daten tatsächlich abgeflossen sind, sichern Beweise für Versicherer und Behörden und klären mit Ihnen, welche Meldefristen zu beachten sind. Vor einer etwaigen Lösegeldzahlung führen wir eine Sanktionsprüfung durch. Wenn Verhandlungen der richtige Weg sind, übernehmen wir in Abstimmung mit Ihnen die Kommunikation mit den Erpressern – mit dem Ziel, die Forderung zu senken und Zeit zu gewinnen. Die gleichzeitige Bewältigung technischer, organisatorischer und kommunikativer Aufgaben kann interne Teams erheblich belasten.

Ein erfahrenes internes Sicherheitsteam kann wesentliche Teile der Vorfallsbewältigung übernehmen. Unser ausführlicher Notfallplan beschreibt die Reihenfolge der Schritte im Detail. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir mit Ihnen, welche Aufgaben Ihr Team übernimmt und wo spezialisierte Unterstützung Zeit spart.

Intro right image

In betroffenen Ordnern hinterlegt die Majinahanashi-Ransomware eine Datei mit dem Namen README.txt. Darin verweisen die Angreifer auf einen eindeutigen Schlüssel je Datei, der mit einem bei ihnen verbliebenen Offline-Schlüssel gesichert ist, und bestätigen die Löschung von Schattenkopien und Backups. Die Nachricht nennt eine qTOX-ID und eine Proton-Mail-Adresse, dazu eine opferbezogene Fall-ID sowie die Adresse einer Tor-Leak-Seite. Die Angreifer setzen eine Frist von sieben Tagen und drohen damit, den entwendeten Datensatz nach Ablauf dieser Frist zu veröffentlichen.

Starten Sie keine unkoordinierten Entschlüsselungs- oder Wiederherstellungsversuche. Stimmen Sie die nächsten Schritte mit Ihrem IT- oder Incident-Response-Team ab.

Steps bg image

Von Majinahanashi-Ransomware betroffen? Diese Schritte sind jetzt wichtig

Wenn Ihr Unternehmen von Ransomware betroffen ist, beachten Sie die folgenden Schritte:

1

Unterstützung rund um die Uhr anfordern

Unsere Fachleute unterstützen Sie bei Bewertung, Eindämmung und sicherer Wiederherstellung.

2

Betroffene Systeme isolieren

Trennen Sie betroffene Geräte vom Netzwerk, um die Ausbreitung zu stoppen. Verzichten Sie auf unkoordinierte Wiederherstellungsversuche.

3

Beweise sofort sichern

Bewahren Sie Erpresserbotschaften und Protokolldateien auf. Starten Sie betroffene Systeme nicht neu und nehmen Sie keine weiteren Änderungen daran vor.

Majinahanashi-Ransomware: Zahlen und Fakten

Majinahanashi im Überblick

Name Majinahanashi-Ransomware
Gefahrenstufe Hoch. Doppelte Erpressung: Die Angreifer entwenden Daten, bevor die Ransomware Dateien auf Windows-Systemen verschlüsselt.
Erstmals beobachtet 2026 (erster Eintrag auf der Leak-Seite vom 27. Juni 2026)
Betroffene Betriebssysteme Windows
Angehängte Dateiendung .majin
Dateiname der Erpresserbotschaft README.txt
Kontaktwege qTOX-ID, Proton-Mail-Adresse und eine Tor-Leak-Seite (Angaben wechseln je Opfer)

Typische Angriffswege

Dokumentierte Techniken im Zusammenhang mit Majinahanashi-Angriffen und der Verteilung der Schadsoftware:

  • Valid Accounts / External Remote Services (T1078 / T1133) — 2026 bewerteten Analystinnen und Analysten die Nutzung kompromittierter Zugangsdaten für VPN, Fernzugriff oder M365 als wahrscheinlichen Weg für den Erstzugang; Trackingdienste stellten bei rund der Hälfte der genannten Opferdomains offengelegte Zugangsdaten aus Infostealer-Funden fest.
  • Remote Services: SMB/Windows Admin Shares (T1021.002) — die Verschlüsselungskomponente wird über die Freigabe ADMIN$ verteilt und im Netzwerk aus der Ferne ausgeführt.
  • OS Credential Dumping (T1003) — die Angreifer setzten Mimikatz zum Abgreifen von Zugangsdaten ein.
  • Network Service Discovery (T1046) — Advanced IP Scanner dient dazu, das Netzwerk vor der Verteilung zu erfassen.
  • Inhibit System Recovery (T1490) — Vor der Verschlüsselung werden Schattenkopien und das USN-Journal gelöscht und die Systemwiederherstellung deaktiviert. Außerdem werden die Boot-Wiederherstellungseinstellungen über bcdedit deaktiviert oder gelöscht.

Höhe der Lösegeldforderungen

Zu den betroffenen Organisationen zählen vor allem mittelständische Fertigungsbetriebe, E-Commerce-Unternehmen und Einrichtungen des Gesundheitswesens in Europa, Asien und Lateinamerika. Fachanalysen gehen davon aus, dass kompromittierte Zugangsdaten für VPN, Fernzugriff oder M365 den Erstzugang ermöglichten.

In einem dokumentierten E-Mail-Austausch forderten die Angreifer 15.000 $ und übermittelten eine Bitcoin-Adresse. Lösegelder werden üblicherweise in Bitcoin gezahlt. Schnellkauf-Verfahren für Bitcoin mit Zahlung per PayPal oder Kreditkarte eignen sich für Beträge dieser Größenordnung nicht. Zudem ist fachliche Beratung erforderlich, um zu klären, ob eine Zahlung in dieser Höhe rechtlich zulässig ist.

Wenn Verhandlungen sinnvoll sind, übernehmen wir in Abstimmung mit Ihnen die Kommunikation mit den Erpressern. Ziel ist es, die Lösegeldforderung zu reduzieren und mehr Zeit für die Vorfallsbewältigung zu gewinnen.

Dauer der Wiederherstellung

Die Majinahanashi-Ransomware schaltet die Wiederherstellungsfunktionen von Windows vor der Verschlüsselung ab: Schattenkopien werden gelöscht, das USN-Journal geleert, Systemwiederherstellung und Ruhezustand deaktiviert und die Boot-Wiederherstellungseinstellungen über bcdedit verändert. Damit entfallen die schnellsten Wege zurück zu einem sauberen System.

Für die meisten betroffenen Unternehmen ist die Ausfallzeit der teuerste Teil des Vorfalls; hinzu kommen mögliche Schäden für den Ruf des Unternehmens.

Unser Team ist rund um die Uhr erreichbar und unterstützt Sie bei der Bewertung des Vorfalls, der Eindämmung des Angriffs und der sicheren Wiederherstellung Ihrer Daten.

Woran Sie einen Majinahanashi-Angriff erkennen

Die Erpresserbotschaft README.txt liegt in den verschlüsselten Ordnern. Sie beschreibt die Verschlüsselung mit einem eigenen AES-256-Schlüssel je Datei und führt eine qTOX-ID sowie eine Proton-Mail-Adresse als Kontaktwege auf. Die Angreifer setzen eine Frist von sieben Tagen und drohen damit, die entwendeten Daten nach Ablauf dieser Frist vollständig zu veröffentlichen.

README.txt
All your files have been encrypted with a unique AES-256 key per file, and those keys have been secured under an offline key that only we hold. Your backups and shadow copies have been removed — do not waste time trying to restore them. We have also copied your internal data before encryption. Two files will be decrypted for free as proof that recovery is possible. Contact us within 7 days using the details below: qTOX ID: [.redacted] Email: [.redacted] Case ID: [.redacted] Tor disclosure site: [.redacted] If no agreement is reached within the deadline, your data will be published in full and we will notify your regulators, clients and affected parties. Do not involve intermediaries, recovery consultants or law enforcement — this will only harm your chances of recovery.

Häufige Fragen

Wie verschlüsselt Ransomware Dateien?

Ransomware verschlüsselt Dateien mit etablierten kryptografischen Verfahren, in der Regel AES (Advanced Encryption Standard) oder RSA (Rivest-Shamir-Adleman). Nach dem Start durchsucht die Schadsoftware das System nach bestimmten Dateitypen und verschlüsselt sie, sodass Sie nicht mehr darauf zugreifen können. Einige Varianten setzen ausschließlich auf symmetrische Verschlüsselung (AES), andere kombinieren sie mit asymmetrischer Verschlüsselung (RSA) und sperren die Dateien mit einem eigenen Schlüsselpaar.

Können Sie meine durch Ransomware verschlüsselten Dateien entschlüsseln?

Das hängt von der jeweiligen Ransomware-Variante ab. Für manche Varianten stehen öffentlich verfügbare Entschlüsselungswerkzeuge bereit, für andere existiert keine bekannte Lösung. Sie können eine kostenlose Anfrage zur Wiederherstellung Ihrer Daten stellen, und wir prüfen für Sie, welche Entschlüsselungsmöglichkeiten infrage kommen.

Muss ich einen Ransomware-Angriff den Behörden melden, und bis wann?

Sobald personenbezogene Daten betroffen sind – und das trifft auf nahezu jeden Ransomware-Vorfall zu – besteht in der Regel eine gesetzliche Meldepflicht. In der EU verlangt die DSGVO eine Meldung an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden, nachdem Sie von der Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten Kenntnis erlangt haben. Im Vereinigten Königreich gilt beim ICO dieselbe Frist von 72 Stunden. In den USA haben Einrichtungen, die unter HIPAA fallen, 60 Tage Zeit, um betroffene Personen zu informieren; bei Vorfällen mit mehr als 500 Betroffenen ist unverzüglich zu melden. Maßgeblich für den Fristbeginn ist die Kenntnis des Vorfalls, nicht dessen vollständige technische Aufklärung.

Ist die Zahlung eines Lösegelds legal?

In den meisten Rechtsordnungen ist eine Lösegeldzahlung für sich genommen nicht strafbar. Sie kann jedoch rechtswidrig werden, wenn das Geld an eine sanktionierte Organisation oder in ein sanktioniertes Land fließt – etwa an von der US-Behörde OFAC gelistete Gruppen oder an Personen und Organisationen auf den Sanktionslisten der EU oder des britischen Finanzministeriums. Vor jeder Zahlung ist deshalb eine Sanktionsprüfung unverzichtbar. BeforeCrypt übernimmt diese Prüfung als festen Bestandteil jedes Mandats.

Erhalte ich meine Daten zurück, wenn ich das Lösegeld zahle?

Die meisten etablierten Ransomware-Gruppen liefern nach einer Zahlung tatsächlich ein funktionsfähiges Entschlüsselungswerkzeug – ihr Geschäftsmodell beruht darauf, als zuverlässig zu gelten. Allerdings gibt es bei der Wiederherstellung häufig Probleme: Die Werkzeuge arbeiten langsam, führen die Entschlüsselung nicht vollständig durch oder beschädigen einen Teil der Dateien. Genau hier zahlt sich spezialisierte Unterstützung aus: BeforeCrypt verfolgt, wie zuverlässig einzelne Gruppen liefern, handelt – soweit die Gruppe dies zulässt – die Entschlüsselung von Beispieldateien als Funktionsnachweis aus und erstellt auf Basis der eigenen Erfahrung mit der jeweiligen Gruppe realistische Zeitpläne für die Wiederherstellung.

Was passiert, wenn wir das Lösegeld nicht zahlen?

Die meisten aktiven Ransomware-Gruppen setzen ihre Veröffentlichungsdrohung um: Die entwendeten Daten erscheinen auf der Leak-Seite der Gruppe, werden häufig zusätzlich über Telegram und Dark-Web-Foren verbreitet und mitunter an Dritte verkauft. Die Wiederherstellung beschränkt sich dann auf das, was Sie aus Ihren Backups zurückholen können.

Sind unsere Daten auch dann gefährdet, wenn wir funktionierende Backups haben?

Backups schützen vor Datenverlust, nicht vor Datendiebstahl. Die meisten aktiven Ransomware-Gruppen entwenden vertrauliche Daten, bevor sie diese verschlüsseln, und drohen mit einer Veröffentlichung – unabhängig davon, wie gut Sie Ihre Daten wiederherstellen können. Deshalb bleiben die Leak-Seite und mögliche Verhandlungen auch für Organisationen mit sauberen Offline-Backups relevant. Die Aussage „Wir spielen einfach das Backup zurück“ greift in solchen Fällen zu kurz.

Sollten wir nach einem Ransomware-Angriff die Strafverfolgungsbehörden einschalten?

In den meisten Rechtsordnungen ja – eine Anzeige gehört zum Standardvorgehen bei einem Ransomware-Vorfall und ist teilweise gesetzlich vorgeschrieben. In den USA sind das FBI (über IC3 oder eine örtliche Außenstelle) und CISA zuständig, in der EU die nationalen CERTs und die Cybercrime-Einheiten der Polizei. Eine Meldung verpflichtet Sie zu keinem bestimmten Weg bei der Wiederherstellung. Sie eröffnet Ihnen jedoch Zugang zu Informationen über Cyberbedrohungen (Threat Intelligence) und gelegentlich auch zu Entschlüsselungswerkzeugen, welche die Behörden sichergestellt haben.

Verfügen Sie über umfangreiche Erfahrung mit Ransomware-Vorfällen?

Ja. Wir haben mehr als 1.700 Vorfälle bearbeitet – Ransomware, Business E-Mail Compromise (BEC) und Erpressung nach Datenabfluss. Wir bestimmen die Variante, entscheiden zwischen Entschlüsselung und geprüfter sauberer Wiederherstellung und begleiten die kontrollierte Rückkehr in den Regelbetrieb. Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei Verhandlungen und bei der Erfüllung regulatorischer Pflichten – stets auf rechtlich gesicherter Grundlage und mit nachvollziehbarer Dokumentation.

Akzeptieren Versicherer Ihre Analysen und Berichte?

Ja. Wir erstellen Vorfallsberichte in versicherungstauglicher Form: Sie enthalten eine belastbare Chronologie des Vorfalls, Angaben zum Umfang und zum wahrscheinlichen Einfallsweg, eine Bewertung des Datenabflusses, eine Darstellung der ergriffenen Maßnahmen und eine dokumentierte Beweiskette. Auf Wunsch nehmen wir am Gespräch mit dem Schadenregulierer teil, übertragen unsere Ergebnisse in die Formulare Ihres Versicherers und stellen die erforderlichen Meldungen nach DSGVO und NIS2 bereit. Die endgültige Anerkennung richtet sich immer nach Police und Versicherer. Unsere Unterlagen sind jedoch darauf ausgelegt, Freigaben zu beschleunigen und Rückfragen zu reduzieren.

Worin unterscheiden Sie sich von unserem IT-Dienstleister oder der Hotline des Versicherers?

IT-Dienstleister (MSPs) halten den Betrieb am Laufen; für Beweissicherung und die Ersteinschätzung eines Sicherheitsvorfalls sind sie nicht aufgestellt. Die Dienstleisterlisten der Versicherer sind auf die Schadenabwicklung ausgerichtet, nicht zwangsläufig auf Tempo und Klarheit für Ihr Unternehmen. Wir arbeiten sowohl mit IT-Dienstleistern als auch mit den Dienstleistern der Versicherer zusammen: Wir starten innerhalb von zwei Stunden, führen die forensische Ersteinschätzung mit dokumentierter Beweiskette durch, koordinieren die sichere Eindämmung und liefern Ergebnisse, die sowohl der Geschäftsführung als auch dem Versicherer vorgelegt werden können – ohne die Kontrolle über Ihre IT-Umgebung zu übernehmen.

Warum sollten wir einen spezialisierten Incident-Response-Dienstleister hinzuziehen?

Weil spezialisierte Unterstützung auch in einer unübersichtlichen Lage eine zügige und sichere Wiederherstellung ermöglicht. Wir verkürzen die Ausfallzeit und begrenzen den Schaden, während die Beweise gesichert bleiben. Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie ein Paket zur forensischen Ersteinschätzung: eine Chronologie des Vorfalls, Angaben zum wahrscheinlichen Einfallsweg und zum Umfang, die Entscheidung zwischen Entschlüsselung und sauberer Wiederherstellung sowie die Kriterien für die Freigabe der Systeme. So kann die Geschäftsführung fundiert entscheiden. Das Ergebnis ist ein kontrollierter und geprüfter Neustart statt eines Vorgehens nach Gefühl.