DragonForce-Ransomware: Angriffsweise, Risiken und Wiederherstellung

Im September 2026 führten Leak-Seiten-Tracker 657 mutmaßliche Opfer von DragonForce in 65 Ländern auf – dabei handelt es sich um öffentliche Angaben der Angreifer und nicht um bestätigte Infektionen. Dieser Überblick zeigt, wie DragonForce über SimpleHelp-Schwachstellen in Kundensysteme von IT-Dienstleistern gelangt, was die Erpresserbotschaft fordert und wie BeforeCrypt Sie bei Eindämmung und Wiederherstellung unterstützt.

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Was ist DragonForce-Ransomware?

DragonForce wurde erstmals im August 2023 beobachtet und trat im März 2025 nach einem Rebranding als selbsternanntes „Kartell“ auf. Die Gruppe betreibt ein Ransomware-as-a-Service-Modell: Sie stellt den mit ihr zusammenarbeitenden Angreifern („Affiliates“) White-Label-Schadsoftware auf gemeinsam genutzter Infrastruktur bereit. Öffentliche Leak-Site-Auswertungen zählten im ersten Quartal 2026 101 Opfer auf der Leak-Seite, überwiegend Dienstleistungs-, Fertigungs- und Technologieunternehmen. Die Verschlüsselungskomponenten basieren auf durchgesickertem Code von LockBit 3.0 Black und Conti v3 und können Daten sowohl auf Windows-Systemen als auch auf VMware-ESXi-Hosts verschlüsseln. BeforeCrypt hat DragonForce-Fälle begleitet, prüft verfügbare Entschlüsselungswerkzeuge und unterstützt bei der Eindämmung des Angriffs sowie der Wiederherstellung des Betriebs.

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RaaS-Kartell-Modell
DragonForce tritt als Ransomware-Kartell auf und stellt Angreifern White-Label-Schadsoftware auf gemeinsam genutzter Infrastruktur bereit.
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Ziele: Windows und ESXi
Die aus durchgesickertem LockBit- und Conti-Code abgeleiteten Verschlüsselungskomponenten können Daten sowohl auf Windows-Systemen als auch auf VMware-ESXi-Hosts verschlüsseln.
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Doppelte Erpressung mit Leak-Seite
Die Angreifer entwenden Daten vor der Verschlüsselung und drohen mit einer Veröffentlichung auf einer eigenen Leak-Seite im Tor-Netzwerk.
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Zugang über Fernwartungssoftware
In dokumentierten Fällen verketteten die Angreifer Schwachstellen in SimpleHelp, um Zugriff auf die Systeme von Kunden betroffener IT-Dienstleister zu erlangen.

Warum spezialisierte Unterstützung bei einem Ransomware-Angriff sinnvoll ist

Im Januar 2026 veröffentlichten Forschende ein opferspezifisches Entschlüsselungswerkzeug, das ausschließlich Dateien mit der Endung .RNP oder .RNP_esxi entschlüsseln kann. Es beruht auf dem Schlüsselmaterial eines einzelnen Falls und kann Dateien mit anderen, von Affiliates verwendeten Endungen wie .dragonforce_encrypted oder .devman nicht entschlüsseln. Ein ungeprüftes Werkzeug kann die Wiederherstellung erschweren. Deshalb testen wir Entschlüsselungswerkzeuge zunächst anhand von Kopien der betroffenen Dateien und bewerten, welche Wiederherstellungsoptionen für die vorliegende Verschlüsselung geeignet sind.

Die Angreifer entwenden Dateien, bevor sie diese verschlüsseln. Auch bei intakten Backups bleibt der Diebstahl vertraulicher Daten ein eigenständiges Risiko für Ihr Unternehmen, unabhängig vom Verlust der Dateien selbst. Läuft die von den Angreifern gesetzte Frist ab, können die Dokumente auf der Tor-Leak-Seite der Gruppe veröffentlicht werden. Welche Meldepflichten gelten, hängt von Ihrer Branche und Ihrem Standort ab – die FAQ weiter unten benennen die maßgeblichen Fristen.

BeforeCrypt übernimmt die Vorfallsbearbeitung – forensische Ersteinschätzung, Eindämmung, Bereinigung und Wiederherstellung – vollständig oder an der Seite Ihres IT-Teams und klärt, welche Daten abgeflossen sind. Den Angreifern steht ein kostenpflichtiger „Datenanalyse-Dienst“ zur Verfügung, der Erpressungsskripte und Drohschreiben formuliert, um Verantwortliche unter Zeitdruck zu Entscheidungen zu drängen. Wenn Verhandlungen sinnvoll sind, übernehmen wir in Abstimmung mit Ihnen die Kommunikation mit den Erpressern. Ziel ist es, die Lösegeldforderung zu reduzieren und mehr Zeit für die Vorfallsbewältigung zu gewinnen. Wir sichern Beweise für Versicherer und Behörden und klären mit Ihnen, welche Meldefristen zu beachten sind. Vor einer etwaigen Lösegeldzahlung führen wir eine Sanktionsprüfung durch. Die gleichzeitige Bewältigung technischer, organisatorischer und kommunikativer Aufgaben kann interne Teams erheblich belasten.

Ein erfahrenes internes Sicherheitsteam kann wesentliche Teile der Vorfallsbewältigung übernehmen. Unser ausführlicher Notfallplan beschreibt die einzelnen Schritte der Reihe nach. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir mit Ihnen, welche Aufgaben Ihr Team übernimmt und wo spezialisierte Unterstützung sinnvoll ist.

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DragonForce legt seine Erpresserbotschaft meist als readme.txt in zahlreichen Ordnern ab – auch unter den Namen README.txt, [random].README.txt oder Contact Us.txt und in über das Web erreichbaren Pfaden wie inetpub und wwwroot. Neuere Versionen sind vom „DragonForce-Ransomware-Kartell“ unterzeichnet und verweisen auf ein Portal im Tor-Netzwerk, das über eine individuelle Opfer-ID aufgerufen wird.

Starten Sie keine unkoordinierten Entschlüsselungs- oder Wiederherstellungsversuche. Stimmen Sie die nächsten Schritte mit Ihrem IT- oder Incident-Response-Team ab.

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Von DragonForce-Ransomware betroffen? Diese Sofortmaßnahmen sind jetzt wichtig

Wenn Sie Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden sind, beachten Sie diese Schritte:

1

Unterstützung rund um die Uhr anfordern

Unser Team unterstützt Sie bei Bewertung, Eindämmung und sicherer Wiederherstellung.

2

Betroffene Systeme isolieren

Trennen Sie infizierte Geräte vom Netzwerk, um die Ausbreitung zu stoppen. Vermeiden Sie unkoordinierte Wiederherstellungsversuche.

3

Beweise sofort sichern

Bewahren Sie Erpresserbotschaften und Protokolldateien auf. Starten Sie betroffene Systeme nicht neu und nehmen Sie daran keine weiteren Änderungen vor.

DragonForce-Ransomware: Statistiken und Fakten

DragonForce im Überblick

Name DragonForce / RansomBay (White-Label-Marke für Affiliates)
Gefährdungsgrad Sehr hoch. RaaS-Kartell, das Datendiebstahl mit der Verschlüsselung von Windows- und ESXi-Systemen verbindet.
Erstmals beobachtet 2023
Betroffene Betriebssysteme Windows, VMware ESXi (zudem für Linux, BSD und NAS beworben)
Angehängte Dateiendungen .dragonforce_encrypted (Conti-basierte Standardvariante); je nach Affiliate abweichend, z. B. .devman
Dateiname der Erpresserbotschaft readme.txt (auch README.txt, [random].README.txt, Contact Us.txt)
Kontaktwege Verhandlungsportal im Tor-Netzwerk, Zugang über eine individuelle Opfer-ID; in einer dokumentierten Kampagne mit Bezug zu einem IT-Dienstleister wurde ein Chat über eine TOX-ID beobachtet

Typische Angriffswege

  • Exploit Public-Facing Application (T1190) — DragonForce-Akteure verketteten Schwachstellen in SimpleHelp RMM (CVE-2024-57727, CVE-2024-57728, CVE-2024-57726), kompromittierten einen IT-Dienstleister und verteilten die Ransomware auf die Systeme dessen Kunden.
  • External Remote Services (T1133) — Der Erstzugriff erfolgte über aus dem Internet erreichbare RDP-Server mithilfe gültiger Domänenkonten.
  • Valid Accounts (T1078) — Gestohlene oder per Brute Force ermittelte Zugangsdaten dienen dem internen Zugriff und der seitlichen Ausbreitung im Netzwerk.
  • Phishing (T1566) — In Angriffen mit DragonForce-Bezug wurden Social-Engineering-Kampagnen und Web Shells beobachtet.
  • Supply Chain Compromise (T1195) — Der Missbrauch legitimer Fernwartungssoftware (SimpleHelp) ermöglichte den Angreifern den Zugriff auf die Systeme zahlreicher Kunden eines IT-Dienstleisters.

Höhe der Lösegeldforderungen

DragonForce-Angriffe richten sich meist gegen mittlere und große Organisationen aus Dienstleistung, Fertigung und Technologie. Der Erstzugriff erfolgt häufig über kompromittierte Fernwartungssoftware oder über aus dem Internet erreichbare Server.

Laut den Erpresserbotschaften legen die Angreifer die Höhe der Forderung fest, nachdem sie die entwendeten Dokumente gesichtet haben – orientiert an Umsatz und Versicherungsschutz des Unternehmens. Gezahlt wird in der Regel in Bitcoin. Bei hohen Lösegeldbeträgen ist ein schneller Bitcoin-Kauf über PayPal oder per Kreditkarte nicht möglich. Zudem ist fachliche Beratung erforderlich, um zu klären, ob eine Zahlung in der geforderten Höhe rechtlich zulässig ist.

In DragonForce-Fällen, in denen Verhandlungen sinnvoll waren, hat unser erfahrenes Verhandlungsteam Lösegeldsummen ausgehandelt, die spürbar unter den ursprünglichen Forderungen lagen.

Dauer der Wiederherstellung

DragonForce löscht Volumenschattenkopien, deaktiviert die Windows-Wiederherstellung über bcdedit und entfernt wbadmin-Sicherungen. Vor der Verschlüsselung deaktivieren die Angreifer Sicherheitssoftware mithilfe von BYOVD-Techniken. All das verlängert die Wiederherstellung.

Für die meisten betroffenen Unternehmen ist die Ausfallzeit der teuerste Teil des Vorfalls – hinzu kommen mögliche Schäden für den Ruf des Unternehmens.

Aus unserer Arbeit an DragonForce-Fällen kennen wir die Vorgehensweise der Gruppe im Detail. Das hilft dabei, den Angriff zügig einzudämmen und Ihre Dateien wiederherzustellen.

So erkennen Sie DragonForce-Ransomware

Die Erpresserbotschaft erklärt, dass Dateien entwendet und verschlüsselt wurden, und bietet eine kostenlose Testentschlüsselung an. Für die weitere Kommunikation verweist sie auf ein Verhandlungsportal im Tor-Netzwerk, das über eine individuelle Opfer-ID erreichbar ist. Typische Erkennungsmerkmale sind die Dateinamen readme.txt, README.txt, [random].README.txt oder Contact Us.txt sowie Kopien der Botschaft in zahlreichen Verzeichnissen, darunter inetpub und wwwroot.

[rand].README.txt
Hello! Your files (orcl, IADeAPP, [snip] dbs) have been stolen from your network and encrypted with a strong algorithm. We work for money and are not associated with politics. All you need to do is contact us and pay. --- Our communication process: 1. You contact us. 2. We send you a list of files that were stolen. 3. We decrypt 1 file to confirm that our decryptor works. 4. We agree on the amount, which must be paid using BTC. 5. We delete your files, we give you a decryptor. 6. We give you a detailed report on how we compromised your company, and recommendations on how to avoid such situations in the future. --- Client area (use this site to contact us): Link for Tor Browser: [redacted] >>> Use this ID: [snip] to begin the recovery process. * In order to access the site, you will need Tor Browser, you can download it from this link: [redacted] --- Additional contacts: Support Tox: [redacted] --- Recommendations: DO NOT RESET OR SHUTDOWN - files may be damaged. DO NOT RENAME OR MOVE the encrypted and readme files. DO NOT DELETE readme files. --- Important: If you refuse to pay or do not get in touch with us, we start publishing your files. 21/01/2024 00:00 UTC the decryptor will be destroyed and the files will be published on our blog. Blog: [redacted] Sincerely, 01000100 01110010 01100001 01100111 01101111 01101110 01000110 01101111 01110010 01100011 01100101

Häufig gestellte Fragen

Wie verschlüsselt Ransomware Dateien?

Ransomware verschlüsselt Dateien mit etablierten kryptografischen Verfahren, in der Regel AES (Advanced Encryption Standard) oder RSA (Rivest-Shamir-Adleman). Nach dem Start durchsucht die Schadsoftware das System nach bestimmten Dateitypen und verschlüsselt sie, sodass Sie nicht mehr darauf zugreifen können. Einige Varianten setzen ausschließlich auf symmetrische Verschlüsselung (AES), andere kombinieren sie mit asymmetrischer Verschlüsselung (RSA) und sperren die Dateien mit einem eigenen Schlüsselpaar.

Können Sie meine durch Ransomware verschlüsselten Dateien entschlüsseln?

Das hängt von der jeweiligen Ransomware-Variante ab. Für manche Varianten stehen öffentlich verfügbare Entschlüsselungswerkzeuge bereit, für andere existiert keine bekannte Lösung. Sie können eine kostenlose Anfrage zur Wiederherstellung Ihrer Daten stellen, und wir prüfen für Sie, welche Entschlüsselungsmöglichkeiten infrage kommen.

Muss ich einen Ransomware-Angriff den Behörden melden, und bis wann?

Sobald personenbezogene Daten betroffen sind – und das trifft auf nahezu jeden Ransomware-Vorfall zu – besteht in der Regel eine gesetzliche Meldepflicht. In der EU verlangt die DSGVO eine Meldung an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden, nachdem Sie von der Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten Kenntnis erlangt haben. Im Vereinigten Königreich gilt beim ICO dieselbe Frist von 72 Stunden. In den USA haben Einrichtungen, die unter HIPAA fallen, 60 Tage Zeit, um betroffene Personen zu informieren; bei Vorfällen mit mehr als 500 Betroffenen ist unverzüglich zu melden. Maßgeblich für den Fristbeginn ist die Kenntnis des Vorfalls, nicht dessen vollständige technische Aufklärung.

Ist die Zahlung eines Lösegelds legal?

In den meisten Rechtsordnungen ist eine Lösegeldzahlung für sich genommen nicht strafbar. Sie kann jedoch rechtswidrig werden, wenn das Geld an eine sanktionierte Organisation oder in ein sanktioniertes Land fließt – etwa an von der US-Behörde OFAC gelistete Gruppen oder an Personen und Organisationen auf den Sanktionslisten der EU oder des britischen Finanzministeriums. Vor jeder Zahlung ist deshalb eine Sanktionsprüfung unverzichtbar. BeforeCrypt übernimmt diese Prüfung als festen Bestandteil jedes Mandats.

Erhalte ich meine Daten zurück, wenn ich das Lösegeld zahle?

Die meisten etablierten Ransomware-Gruppen liefern nach einer Zahlung tatsächlich ein funktionsfähiges Entschlüsselungswerkzeug – ihr Geschäftsmodell beruht darauf, als zuverlässig zu gelten. Allerdings gibt es bei der Wiederherstellung häufig Probleme: Die Werkzeuge arbeiten langsam, führen die Entschlüsselung nicht vollständig durch oder beschädigen einen Teil der Dateien. Genau hier zahlt sich spezialisierte Unterstützung aus: BeforeCrypt verfolgt, wie zuverlässig einzelne Gruppen liefern, handelt – soweit die Gruppe dies zulässt – die Entschlüsselung von Beispieldateien als Funktionsnachweis aus und erstellt auf Basis der eigenen Erfahrung mit der jeweiligen Gruppe realistische Zeitpläne für die Wiederherstellung.

Was passiert, wenn wir das Lösegeld nicht zahlen?

Die meisten aktiven Ransomware-Gruppen setzen ihre Veröffentlichungsdrohung um: Die entwendeten Daten erscheinen auf der Leak-Seite der Gruppe, werden häufig zusätzlich über Telegram und Dark-Web-Foren verbreitet und mitunter an Dritte verkauft. Die Wiederherstellung beschränkt sich dann auf das, was Sie aus Ihren Backups zurückholen können.

Sind unsere Daten auch dann gefährdet, wenn wir funktionierende Backups haben?

Backups schützen vor Datenverlust, nicht vor Datendiebstahl. Die meisten aktiven Ransomware-Gruppen entwenden vertrauliche Daten, bevor sie diese verschlüsseln, und drohen mit einer Veröffentlichung – unabhängig davon, wie gut Sie Ihre Daten wiederherstellen können. Deshalb bleiben die Leak-Seite und mögliche Verhandlungen auch für Organisationen mit sauberen Offline-Backups relevant. Die Aussage „Wir spielen einfach das Backup zurück“ greift in solchen Fällen zu kurz.

Sollten wir nach einem Ransomware-Angriff die Strafverfolgungsbehörden einschalten?

In den meisten Rechtsordnungen ja – eine Anzeige gehört zum Standardvorgehen bei einem Ransomware-Vorfall und ist teilweise gesetzlich vorgeschrieben. In den USA sind das FBI (über IC3 oder eine örtliche Außenstelle) und CISA zuständig, in der EU die nationalen CERTs und die Cybercrime-Einheiten der Polizei. Eine Meldung verpflichtet Sie zu keinem bestimmten Weg bei der Wiederherstellung. Sie eröffnet Ihnen jedoch Zugang zu Informationen über Cyberbedrohungen (Threat Intelligence) und gelegentlich auch zu Entschlüsselungswerkzeugen, welche die Behörden sichergestellt haben.

Verfügen Sie über umfangreiche Erfahrung mit Ransomware-Vorfällen?

Ja. Wir haben mehr als 1.700 Vorfälle bearbeitet – Ransomware, Business E-Mail Compromise (BEC) und Erpressung nach Datenabfluss. Wir bestimmen die Variante, entscheiden zwischen Entschlüsselung und geprüfter sauberer Wiederherstellung und begleiten die kontrollierte Rückkehr in den Regelbetrieb. Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei Verhandlungen und bei der Erfüllung regulatorischer Pflichten – stets auf rechtlich gesicherter Grundlage und mit nachvollziehbarer Dokumentation.

Akzeptieren Versicherer Ihre Analysen und Berichte?

Ja. Wir erstellen Vorfallsberichte in versicherungstauglicher Form: Sie enthalten eine belastbare Chronologie des Vorfalls, Angaben zum Umfang und zum wahrscheinlichen Einfallsweg, eine Bewertung des Datenabflusses, eine Darstellung der ergriffenen Maßnahmen und eine dokumentierte Beweiskette. Auf Wunsch nehmen wir am Gespräch mit dem Schadenregulierer teil, übertragen unsere Ergebnisse in die Formulare Ihres Versicherers und stellen die erforderlichen Meldungen nach DSGVO und NIS2 bereit. Die endgültige Anerkennung richtet sich immer nach Police und Versicherer. Unsere Unterlagen sind jedoch darauf ausgelegt, Freigaben zu beschleunigen und Rückfragen zu reduzieren.

Worin unterscheiden Sie sich von unserem IT-Dienstleister oder der Hotline des Versicherers?

IT-Dienstleister (MSPs) halten den Betrieb am Laufen; für Beweissicherung und die Ersteinschätzung eines Sicherheitsvorfalls sind sie nicht aufgestellt. Die Dienstleisterlisten der Versicherer sind auf die Schadenabwicklung ausgerichtet, nicht zwangsläufig auf Tempo und Klarheit für Ihr Unternehmen. Wir arbeiten sowohl mit IT-Dienstleistern als auch mit den Dienstleistern der Versicherer zusammen: Wir starten innerhalb von zwei Stunden, führen die forensische Ersteinschätzung mit dokumentierter Beweiskette durch, koordinieren die sichere Eindämmung und liefern Ergebnisse, die sowohl der Geschäftsführung als auch dem Versicherer vorgelegt werden können – ohne die Kontrolle über Ihre IT-Umgebung zu übernehmen.

Warum sollten wir einen spezialisierten Incident-Response-Dienstleister hinzuziehen?

Weil spezialisierte Unterstützung auch in einer unübersichtlichen Lage eine zügige und sichere Wiederherstellung ermöglicht. Wir verkürzen die Ausfallzeit und begrenzen den Schaden, während die Beweise gesichert bleiben. Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie ein Paket zur forensischen Ersteinschätzung: eine Chronologie des Vorfalls, Angaben zum wahrscheinlichen Einfallsweg und zum Umfang, die Entscheidung zwischen Entschlüsselung und sauberer Wiederherstellung sowie die Kriterien für die Freigabe der Systeme. So kann die Geschäftsführung fundiert entscheiden. Das Ergebnis ist ein kontrollierter und geprüfter Neustart statt eines Vorgehens nach Gefühl.